Mercosur-EU-Abkommen

Was ist das Mercosur–Europäische-Union-Abkommen?

Ein Handelsabkommen zwischen zwei der größten Wirtschaftsblöcke der Welt, das mehr als 700 Millionen Menschen miteinander verbindet.

Millionen Menschen
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  • Mercosur: Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela und Bolivien.

    Die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt mit einer Gesamtbevölkerung von 300 Millionen Menschen beziehungsweise 450 Millionen einschließlich der assoziierten Mitglieder. Der Mercosur ist der zehntgrößte Handelspartner der EU im Warenhandel.

  • Die EU ist der zweitwichtigste Handelspartner des Mercosur im Warenhandel.

    17 % des gesamten Handels stammen aus dem Mercosur.

  • Die EU ist der größte Investor in den Mercosur-Staaten mit einem Investitionsvolumen von rund 390 Milliarden Euro.

  • Im Jahr 2024 belief sich der Handel der EU mit dem Mercosur auf mehr als 111 Milliarden Euro: 55,2 Milliarden Euro Exporte und 56 Milliarden Euro Importe.

  • Mehr als 80 % der Handelsströme fanden zwischen der EU und Brasilien statt.

  • Zwischen 2014 und 2024 wuchs der Warenhandel zwischen der EU und dem Mercosur um mehr als 36 %: Die Importe stiegen um mehr als 50 %, die Exporte um 25 %.

Welche Veränderungen bringt das Handelsabkommen zwischen Mercosur und der EU mit sich?

Es wird einen der größten Märkte der Welt mit einer Bevölkerung von 780 Millionen Einwohnern schaffen sowie ein Abkommen zur Zollentlastung für Waren und Dienstleistungen.
  • Die beiden Blöcke repräsentieren etwa 25 % des weltweiten BIP, 35 % des Welthandels und 10 % der Weltbevölkerung.
  • Die EU wird sofort 76 % ihrer Produkte liberalisieren.
  • Davon erhalten 85 % bereits im ersten Jahr und innerhalb von zehn Jahren 92 % der Produkte einen präferenziellen Zugang; weitere 7,5 % erhalten ebenfalls Präferenzen, lediglich 0,5 % sind vollständig ausgeschlossen.
  • Die sofortige Liberalisierung durch den Mercosur wird nur 15 % des Handels betreffen; der verbleibende Teil wird über Fristen von 4, 8, 10 und 15 Jahren verteilt.
  • Etwa 60 % der EU-Importe werden innerhalb von 10 bis 15 Jahren liberalisiert, wodurch insgesamt 91 % erreicht werden (9 % bleiben ausgeschlossen).
Steigerung der EU-Exporte in den Mercosur um 40 % (48,7 Milliarden Euro)
  • Insbesondere werden die Exporte von Fahrzeugen (+200 %), Chemieprodukten (+50 %) und Maschinen (+35 %) steigen; die südamerikanischen Exporte werden um 17 % (8,9 Milliarden Euro) zunehmen, insbesondere im Agrar- und Lebensmittelsektor.
  • Die Zölle gegenüber der EU werden um rund 4 Milliarden Euro jährlich gesenkt.
Der Mercosur wird die Importzölle auf Personenkraftwagen innerhalb von 15 Jahren abschaffen, mit längeren Übergangsfristen von 18 bis 30 Jahren für Elektro-, Hybrid-, Wasserstoff- und Fahrzeuge mit neuen Technologien.
  • Bilaterale spezifische Schutzmaßnahmen für den Automobilsektor können bis zu 18 Jahre nach Inkrafttreten des Abkommens angewendet werden.
  • Senkung des ‚effektiven Zollsatzes‘: Für den Mercosur würde der effektive Zollsatz von 11 % vor dem Abkommen auf nur noch 1 % sinken.
  • Die EU würde ihren effektiven Zollsatz von 4 % auf 2 % reduzieren.
  • Schutzmechanismus im Falle eines Anstiegs der Importe aus dem Mercosur, der schwere Schäden verursachen oder zu verursachen drohen könnte.
  • Kontinuierliche Überwachung bestimmter Agrarprodukte alle sechs Monate.

Chancen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

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